Mit Einführung des Tracking & Tracing Systems übernahm die Türkei die Vorreiterrolle im Bereich Rückverfolgbarkeit pharmazeutischer Produkte in Europa. Die Einführung des Systems erfolgt in zwei Phasen: Während der ersten Phase wurden nur die einzelnen Faltschachteln mit dem 2D-Code versehen, in der zweiten Phase soll die Aggregation, also die Einbeziehung der Umkartons, folgen.
Offizielle Ankündigung des türkischen Gesundheitsministeriums seit 02. Februar 2008
Phase 1 (Faltschachteln)
Ursprüngliches Startdatum: 01. Januar 2009
Erste Verschiebung: 01. Juni 2009
Zweite Verschiebung: 01. Oktober 2009
Dritte Verschiebung: 01. Januar 2010
Phase 2 (Umkarton)
Ursprüngliches Startdatum Aggregation: 01. Juni 2009
Erste Verschiebung: 01. Juni 2010
Zweite Verschiebung: 01. Januar 2011
Grund für die häufigen Verschiebungen ist vor allem im Fehlen einer Pilotphase zu sehen. Auf diese wurde zu Gunsten einer langen Übergangsphase verzichtet. Aufgrund dessen kam es immer wieder zu technisch bedingten Verzögerungen, wie zum Beispiel Mängel in der Infrastruktur des behördlichen IT-Systems und bei der Schnittstelle des Interface des IT-Systems zum staatlichen Rückerstattungssystem. Aber auch der Widerstand des türkischen Apothekenverbunds (TEB) führte zu mindestens drei Monaten Zeitverlust. Nachdem am 16. Mai 2010 das System auch für den Zugang durch die Apotheken geöffnet wurde, sind mittlerweile 23.230 Apotheken in der Türkei und 11.982 Produkte im System registriert. Ab dem 1. Juli 2010 soll es daher keine Rückerstattung bei Produkten ohne 2D-Datamatrix Code mehr geben.


